Dichter

Alfons Vinzens

1915 - 1991


Geboren in Zignau. Lehrerseminar in Chur. Primarlehrer in Cumbel und Truns. Im Nebenamt während 25 Jahren Organist seines Heimatdorfes Zignau. Alfons Vinzens begann bereits im Lehrerseminar Gedichte zu schreiben. Für seine Schüler schrieb er Theaterstücke, die von Eduard Lombriser zum Teil vertont wurden. Er dramatisierte historische Stoffe, so in «Il narr de Frunsberg» (Der Narr von Frunsberg, 1953), «Il davos castellan de Cartatscha» (Der letzte Vogt von Cartatscha, 1946), «La cocarda» (Die Hutschleife), «In pievel en turmegl» (Ein Volk in Aufruhr) und «A Trun sut igl ischi» (In Truns unter dem Ahorn). Daneben entstanden auch religiöse Spiele wie «Bernadetta, la sontga de Lourdes» (Bernadetta, die Heilige von Lourdes), «Flurs a Catania» (Blumen in Catania) und «Il scuavias de Sogn Siafen» (Der Strassenwischer von Sogn Siafen) sowie das Hörspiel «Il sault cun la patria» (Der Tanz mit dem Vaterland). Im Manuskript liegen folgende Kinderspiele vor: «Dunna Holla» (Frau Holle), «Gionin e Greta» (Hänsel und Gretel), «La steila» (Der Stern), «L’unfrenda dil paster» (Das Hirtenopfer), «Treis portas» (Drei Türen). Häufig wurde Vinzens beauftragt, Texte für Kantaten und Rezitative zu verfassen. An die hundert seiner Texte wurden vertont. (Aus: «Theaterlexikon»)